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Verwendung von ICM-Profilen
zum Drucken
und Bearbeiten von Dateien und Bildern in
...
In Photoshop 7®
ist zu bedenken: bezüglich des Anzeigefarbraumes
verwendet das Programm das Bildschirm-Profil, welches in der
Windows-Farbverwaltung (beim Mac wahrscheinlich unter Colorsync) für den Monitor
standardmäßig zugewiesen wurde. Eine Auswahl in Photoshop selbst ist nicht
möglich. Das gilt auch für weitere Produkte von Adobe!
- Der RGB-Arbeitsfarbraum (in
diesem Farbraum liegen die Daten vor, auch als Quellfarbraum
bezeichnet) wird so eingestellt:

- Proof
(Bildschirm-Druckersimulation) einrichten, d.h. der Bildschirm zeigt
an, wie der Drucker drucken wird. Vorher müssen Sie das neue Profil
in das korrekte Verzeichnis kopiert haben, s.u..

Geben Sie dann das gewünschte Profil an, RGB
oder CMYK-Drucker.
- Sie kopieren das in folgendes
Verzeichnis (Beispiel für Windows XP®, kann in anderen Versionen
abweichen)

- Mit Profil drucken aus Photoshop
7®:

Bei Photoshop 7 kann gewählt werden, was
beim Öffnen von Dateien ohne Profil erfolgen soll. Dieses Häkchen unbedingt
aktivieren, sonst wird die Datei NICHT konvertiert und auch keine Meldung
ausgegeben, das Bild würde im falschen Farbraum geöffnet und falsch gedruckt!
Beim Drucker im Normalfall "Keine
Farbabstimmung" einschalten.
- Auf keinen Fall ICM-Korrekur
einschalten.
Diesen Schalter verwenden Sie nur, wenn Sie
ein spezielles Profil für WINDOWS-ICM bestellt haben. Dann wird das Profil in
Photoshop abgeschaltet (Drucker wie Quelle). Das Profil muß dem Drucker in der
Drucker-Farbverwaltung zugewiesen werden.
Der Farbraum verkleinert sich auf sRGB!!
 
Ganz wichtig: Das Profil unter den
Farbkreisen ist der RGB-Arbeitsfarbraum!
Achtung Fallstricke der
Farbverwaltung bei Corel 10 und folgende Versionen:

-
Unter Punkt 7. wird der Arbeitsfarbraum = internes RGB-Profil eingestellt,
hier sollte im Normalfall Internal-Standard-RGB stehen. Nur
Fortgeschrittene, die wissen, was sie tun, sollten einen abweichenden
RGB-Farbraum verwenden, z.B. Adobe-RGB oder ECI-RGB oder Lstar-RGB oder
viele andere. Diese Einstellung beeinflußt unmittelbar die Darstellung und
Wiedergabe von Dateien.
-
Bei 8. sollte der Bildschirmfarbraum
auftauchen, Herstellerprofil oder selbst gemessen. Diese Angabe
beeinflußt nur die Monitor-Wiedergabe
der Datei, nicht aber deren Inhalt. Es wird versucht, den
Arbeitsfarbraum in den Monitorfarbraum abzubilden, wenn der rote
senkrechte Pfeil (9.) aktiv ist.
-
Ganz wichtig sind die Einstellungen des
erweiterten Import-/Export-Menüs, der sich bei Klick auf die Papierbögen
öffnet. Hier können schwerwiegende Fehler gemacht werden,
weswegen wir dieses Menü im Einzelnen vorstellen wollen.
Vorbemerkung: gleiche RGB-Werte in verschiedenen RGB-Farbräumen
liefern nicht dieselben Farben oder anders herum: dieselbe Farbe in
verschiedenen Farbräumen hat nicht dieselben RGB-Werte!
Das hat zur Folge, daß ein Bild welches in einem falschen Farbraum
geöffnet wird und nicht in diesem konvertiert wird, falsch angezeigt und
gedruckt würde. Dann wären nämlich die RGB-Werte gleich aber die Farben
verschieden. Beim Konvertieren werden die RGB-Werte geändert, so daß die
Farben in Druck und (monitorkompensierter) Anzeige gleich bleiben. Alles
klar?
Achten sie daher bei Weitergabe von Daten von einem Programm zu einem
anderen oder von der Digital-Kamera ins Bildprogramm darauf, daß die
Farbräume konstant bleiben oder die Bilder eben konvertiert werden
müssen. Office - Anwendungen arbeiten z.B. immer in Standard-RGB. |
Beim Öffnen von RGB-Dateien können drei Fälle auftreten:
-
A. Der Farbraum, aus dem die Datei
stammt, ist unbekannt, es ist kein Farbprofil eingelagert, das den
vorliegenden Farbraum beschreibt. Das ist ganz schlecht.
-
B. Es ist kein Farbprofil
eingelagert, das den vorliegenden Farbraum beschreibt, aber der
Farbraum ist bekannt oder sehr wahrscheinlich. Schon besser.
-
C. Es ist ein Farbprofil eingelagert,
das den vorliegenden Farbraum beschreibt. So sollte es sein.
Importieren: meint Importieren oder Öffnen der Datei.
Ist die
Einstellung 1 aktiv, schaut Corel, ob ein Profil eingelagert ist.
Dann wird bei jedem Öffnen mit diesem als Ausgangsfarbraum eine
Umwandlung des Bildes in den Zielfarbraum, nämlich den internen
RGB-Farbraum vorgenommen. Die Farben sollten dabei identisch bleiben,
die RGB-Werte aber ändern sich.
Wenn kein Profil eingebettet ist, kommt
das ausgewählte Profil als Ausgangsfarbraumprofil zum Tragen. Dieses
wird anstelle des eingelagerten verwendet. Im Zweifel sollte man hier
s-RGB einstellen. Ist die Quelle unbekannt bzw. eben nicht s-RGB, kann
diese Einstellung aber zu vollkommen falschen Farben führen.
Die Gefahr dieser Einstellung ist: man
speichert z.B. ein Bild ohne Profil ab und öffnet es erneut. Es hat dann
kein Profil und würde erneut diese Konversion durchlaufen mit je nach
Einstellung eventuell fatalen Konsequenzen. Es gibt keine Warnmeldung
dazu! Daher ist das eine eher gefährliche Einstellung!
-
Zu Punkt 2: "Immer konvertieren mit"
Hier soll das Profil des Farbraumes auftauchen, aus dem die Daten
stammen (nicht der Zielfarbraum!), im Zweifel also sRGB. Bei Wahl eines
falschen Farbraumes wird die Konversion falsch. Ist das Profil mit dem
Arbeitsfarbraum identisch, wird sich keine Änderung zeigen, das wäre
aber auch sinnlos.
Achtung: die Konversion erfolgt immer, auch wenn ein anderes Profil
im Bild eingelagert ist und bei jedem Öffnen erneut. Die sicherste Art,
sein Bild zu ruinieren! Äußerst gefährlich für die Daten.
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Punkt 3: "eingebettete Profile
ignorieren"
Hier ist zu beachten, daß ein Bild farblich zunächst falsch
dargestellt werden kann z.B. übersättigt, wenn es in einem abweichenden
Farbraum geöffnet wird. Der Benutzer muß die Farben am Bildschirm
beurteilen und gfs. mittels Funktion "Modus - ICC-Profil zuweisen" eine
Konversion von Hand durchführen, wobei Corel unter diesem Menüpunkt
versteht: Profil zuweisen (das meint den Ausgangsfarbraum festlegen) und
vom zugewiesenen Profil in den internen Farbraum (=Zielfarbraum)
konvertieren. Vorteil: man sieht sofort, daß sich im Bild die Farben
(von falsch nach richtig) ändern und kann gfs. auch verschiedene Profile
testen. Ist ein Profil im Bild eingelagert, kann es beim Öffnen
extrahiert werden und dann kann mit diesem Profil konvertiert werden.
Außerdem werden ungefragt keine Konvertierungen durchgeführt. Sehr
sichere Einstellung, verlangt aber Disziplin (man darf das Konvertieren
nicht vergessen!) und nervt ein wenig wegen der von Hand nötigen
Konvertierungen.
Export (Speichern und Ausgabe als PDF
in RGB) von Dateien und Bildern (Einstellungen 4-6)
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Einstellung 4: Internes Profil einbetten: diese ist ok und wird von uns
empfohlen.
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Punkt 5: "immer einbetten mit..."
Gefährliche Einstellung, sehr leicht kann ein falsches Profil
eingebettet werden, was beim nächsten Öffnen besonders in Verbindung mit
Einstellung 1 zu unbrauchbaren Bildern führen kann.
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6. Keine Profile einbetten: nicht empfohlen, man weiß
danach nicht mehr sicher, aus welchem Farbraum die Datei stammt. Im Bild
vor dem Öffnen vorhandene Profile werden entfernt!
Danach hat man bei einem Fremdbild keine Möglichkeit mehr,
festzustellen, aus welchem Farbraum es eigentlich stammte, eine sehr
fiese Falle.
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Achtung, wichtig: nicht möglich
ist in Corel ein Workflow wie in Photoshop, nämlich einen vom internen
RGB abweichenden Arbeitsfarbraum zu verwenden, in dem ein Bild mit
eingelagertem Profil durch den Workflow geschleust wird und mit dem
Ursprungsprofil wieder korrekt gespeichert wird. Das geht in Corel
derzeit nicht!
Unsere Empfehlung für die EInstellung
des Corel Import/Export-Dialogs
Entweder Sie verwenden die Kombination 1 und 4 oder 3 und 4. Alle
weiteren sollten vermieden oder Spezialfällen vorbehalten bleiben.
Weitere Empfehlungen
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Beim Öffnen
werden CMYK-Bilder OHNE Profil je nach eingestelltem
Auszugsdruckerprofil und Rendering-Intent anders
angezeigt und interpretiert! Das ist eine mit den RGB-Farbräumen
vergleichbare Problematik!
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Achtung: Bei Einstellung Rendering Intent
"perzeptiv=fotografisch" im Farbrechner wird der Farbraum bei Wandlung
von CMYK nach RGB bis hin zu RGB 0 voll ausgereizt, die Tonwerte eher
gespreizt, bei "relativ farbmetrisch" wird der Kontrastumfang
reduziert. Für späteren Druck ist daher die Einstellung "relativ
farbmetrisch" vorzuziehen.
-
Bei der
Ausgabe wirken Profile in Corel nur auf RGB-Dateien, weder auf CMYK noch
auf Graustufen-Bilder!
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Zumindest
wir haben die Beobachtung gemacht, daß die automatische Profilzuweisung
bei Verwendung mehrerer Drucker in Version 10 dazu führt, daß zwar die
korrekten Profile gewählt werden, aber schlicht überhaupt nicht
arbeiten.
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Wir
empfehlen unbedingt den KODAK-Farbrechner zu verwenden. Dieser hat eine
Art "eingebaute Tiefenkompensierung", so daß selbst bei relativ
farbmetrischem Rendering ohne Tiefenanpassung die Ergebnisse in den
Tiefen noch ganz brauchbar sind. Wir empfehlen aber für optimale
Ergebnisse eine manuelle Anpassung der Bilder.
Näheres siehe hier
-
In Corel 11,
12, 13 ist zumindest bei uns die Gamutwarnung mit dem Kodak
Farbrechner völlig falsch und unbrauchbar wenn man von sRGB abweichende
Arbeitsfarbräume verwendet. Zur Anzeige auf Microsoft umschalten und
gfs. nur den Ausdruck mit Kodak erledigen. Ein sehr ärgerlicher Fehler!

Dieses obige Menü erhalten Sie bei Klick auf
einen Drucker in der Corel Farbverwaltung. Im Zweifel verwenden Sie die obigen
Einstellungen, wenn Sie den Eindruck haben, die Profile seien nicht aktiv.
Achten Sie auch darauf, ob das Profil in der Druckvorschau unter „Sonstiges" als
aktiv angeklickt ist (s.o.) und das die Daten als RGB auf den Drucker geschickt
werden (ohne RIP).
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Merke: Der Umgang mit Profilen in Corel
Version 10, 11, 12, 13 verlangt
höchste Aufmerksamkeit!
Beachten Sie unbedingt den eingestellten
Farbrechner und Rendering Intent!
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Ein weithin eher unbekanntes, zumindest
leicht eingeschränkt Farbmanagement-fähiges Programm ist das mit MS-Windows®
mitgelieferte Programm Imaging®.
Es kann Druckfarbprofile verwenden, sogar
eine Simulation eines anderen Druckers. Nicht möglich ist allerdings, den
Arbeitsfarbraum aktiv zu wechseln, der standardmäßig wohl sRGB beinhaltet.
Es können auch die Rendering Intents
Farbmetrik = perceptiv, Relative Farbmetrik, Sättigung (nur für Grafiken
verwenden, nicht für Bilder) und Absolute Farbmetrik (nur für Simulationen!)
gewählt werden.
Wenn das Bild bereits ein eingelagertes
Profil beinhaltet, scheint es so zu sein, daß dieses auch beim Ausdruck und
zur Anzeige verwendet wird, vermutlich ohne Konversion. Hier bitte
aufpassen.
Nach dem Zugang für Sie erstellter
Profile müssen Sie diese testen. dazu ist es sinnvoll, standardisierte
Bilder auszudrucken, die wir Ihnen mit dem Profil
zusenden.
Bedenken Sie vorher, in welchem
Arbeitsfarbraum Sie arbeiten. Das Bild muß dazu passen oder beim Öffnen dorthin
konvertiert werden! Ein sRGB-Bild in ECI-RGB geöffnet wird z.B. massiv zu
gesättigt ausgedruckt, ein ECI-Bild in SRGB geöffnet, umgekehrt entsättigt
gedruckt.
Verwenden Sie zum Drucken das
vermessene Papier und drucken mit gleicher Auflösung und
Druckereinstellung wie die vermessene Testform aus aber unter Verwendung
des neuen Drucker-Profils.
Verwenden Sie mindestens die Rendering Intents
„perceptiv (Farbmetrik)" und „Relative Farbmetrik", wenn vorhanden mit allen
Farbrechnern. Die Drucke schicken Sie uns zur Beurteilung zu oder bewerten Sie
selbst.
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